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Hühner und die Atombombe

Es gibt immer wieder unglaublich kuriose Geschichten. Eine dieser Geschichten ist die des Projekts “Blue Peacock”. Im Kalten Krieg hatten die Alliierten immer die Befürchtung, dass die konventionell überlegene sowjetische Armee einen Angriff auf die Truppen starten könnte, die zu dieser Zeit auf dem europäischen Festland stationiert waren. Genau aus diesem Grund wurden strategische Waffen entwickelt, die in einem solchen Szenario einen weiteren Vormarsch der feindlichen Truppen be- oder verhindert hätten.

In England wurde in diesem Kontext eine der kuriosesten Waffen entwickelt, die es jemals gegeben hat. Um ein vordringen der Sowjets zu verzögern wurde ein Gürtel von Atombomben-Mienen in Deutschland gelegt. Die sich zurückziehende britische Armee hätte die Zünder aktivieren können und wenige Stunden oder Tage später wäre die Atombombe – mittlerweile in Feindesland – explodiert.

Jedoch offenbarte sich ein schwerwiegendes Problem. In kalten Wintern konnte der Zünder gefrieren und damit machte er diese Waffe unbrauchbar. Kreative englische Wissenschaftler kamen dann auf die Idee in der Atombombe beim Zünder Hühner leben zu lassen. Mit Futter und Wasser versorgt, hätten die Hühner mehrere Tage überlebt und mit ihrer Körpertemperatur den Zünder vor dem Einfrieren bewahrt.

Zum Artikel: Englands gackernde Atombombe