Afrodeutsche in NS-Filmen

Während der Zeit des Nationalsozialismus lebte auch eine Gruppe von Afrodeutschen innerhalb der Grenzen des deutschen Reiches. Einer von ihnen war Theodor Michael, der in dieser Zeit als Page und Schauspieler arbeitete und in ständiger Angst vor Verfolgung lebte. Durch die geringe Sichtbarkeit der Afrodeutschen waren sie zwar alltäglichen Repressalien ausgesetzt, konnten jedoch oftmals der Verfolgung entkommen.

Theodor Michael konnte sich retten, weil er mit vielen anderen Komparsen beim Film arbeitete und an Produktionen mitwirkte, die Goebbels selbst in Auftrag gegeben hat. Dennoch war das alltägliche Leben von Angst geprägt.Beim Film wurden die Ausgegrenzten gebraucht. In einem neuen Buch, das im November 2013 erscheint, beschreibt Michael seine Erlebnisse im Nationalsozialismus. Darüberhinaus hat er sich auch vor und nach dieser dunklen Epoche oft nicht als Teil dieser Gesellschaft gefühlt. Nur Deutscher war er immer.

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1967 – Che Guevara wird exekutiert

guevara_portraitDie meisten Menschen auf der Welt werden das Portrait des marxistischen Politikers und charismatischen Guerillaführers kennen. Nach der kubanischen Revolution von 1956-59 an der Seite Fidel Castros und Konflikten mit diesem, zog es Che wieder in die Welt, um seine revolutionären Ideen zu verbreiten. Sein letzter Kampf zog ihn nach 1966 nach Bolivien. Dort griff eine relativ kleine Truppe unter seiner Leitung regelmäßig die bolivianischen Regierungstruppen an. Eine nennenswerte Unterstützung durch die Bevölkerung blieb aus und die Truppe wurde zunehmend geschwächt. Im Jahr 1967 wurde Che Guevara vom bolivianischen Militär festgenommen und am 09. Oktober 1967 nach verschiedenen Verhören ohne ein Gerichtsurteil exekutiert. Im nachhinein gab es sehr viele Gerüchte über die letzten Worte Che Guevaras. Eine Version: “Ziele gut, du erschießt einen Mann.”

Adenauers und Kohls Erbe – Merkels Chance

Kanzlerin Merkel steht auf den Schultern von Giganten. Zwei der wichtigsten Gestalter Deutschlands und Europas waren Adenauer und Kohl. Merkel steht in deren Schatten, dabei bietet die aktuelle politische Lage in Europa die große Chance gestaltend und zukunftsorientiert zu wirken. Der hier verlinkte Meinungs-Artikel spannt den Bogen von den beiden großen CDU-Kanzlern hin zur aktuellen Kanzlerin und der Richtung, die sie der beginnenden Legislaturperiode geben sollte.

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Strafprozesse gegen KZ-Aufseherinnen

Noch während des Kriegs wurden die ersten Aufseher und auch Aufseherinnen der befreiten Konzentrationslager in einem Prozess verurteilt und bestraft. Im verlinken Artikel wird eine wissenschaftliche Arbeit von Andrea Rudorff über diese Prozesse in Polen vorgestellt. Diese Arbeit bring ein wenig Licht in ein Kapitel, dass bisher wenig Beachtung in der öffentlichen Debatte um NS-Kriegsverbrechen in Polen bekommen hat.

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Ehrungen für Stalins deutsche Spionin?

In einem weiteren SPON Artikel geht es um eine Spionin, die im Auswärtigen Amt während des Zweiten Weltkriegs für Stalin spioniert hat. Darüber ist heute eine politische Debatte entbrannt. Soll man sie nun für Leistungen im Widerstand ehren oder nicht. Der Sachverhalt ist alles andere als klar. Auch stellt sich die Frage, wie die Opfer des Nationalsozialismus aus dem Auswärtigen Amt insgesamt geehrt werden sollten?

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1904 – Aufruf an das Volk der Herero

Am 2. Oktober 1904 veröffentlichte Lothar von Trotha den “Aufruf an das Volk der Herero”.

Aufruf an das Volk der Herero

Abschrift zu O.K. 17290 Osombo-Windembe, den 2. Oktober 1904
Kommando der Schutztruppe.
J.Nr. 3737

Ich, der große General der deutschen Soldaten, sende diesen Brief an das Volk der Herero. Die Hereros sind nicht mehr deutsche Untertanen. Sie haben gemordet und gestohlen, haben verwundeten Soldaten Ohren und Nasen und andere Körperteile abgeschnitten, und wollen jetzt aus Feigheit nicht mehr kämpfen. Ich sage dem Volk: Jeder der einen der Kapitäne an eine meiner Stationen als Gefangenen abliefert, erhält 1000 Mark, wer Samuel Maharero bringt, erhält 5000 Mark. Das Volk der Herero muß jedoch das Land verlassen.
Wenn das Volk dies nicht tut, so werde ich es mit dem Groot Rohr dazu zwingen. Innerhalb der Deutschen Grenze wird jeder Herero mit und ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volke zurück oder lasse auf sie schießen. Dies sind meine Worte an das Volk der Hereros.
Der große General des mächtigen deutschen Kaisers.

Dieser Erlaß ist bei den Appells der Truppen mitzuteilen mit dem Hinzufügen, daß auch der Truppe, die einen der Kapitänen fängt, die entsprechende Belohnung zuteil wird und das Schießen auf Weiber und Kinder so zu verstehen ist, daß über sie hinweggeschossen wird, um sie zum Laufen zu zwingen. Ich nehme mit Bestimmtheit an, daß dieser Erlaß dazu führen wird, keine männlichen Gefangenen mehr zu machen, aber nicht zu Grausamkeiten gegen Weiber und Kinder ausartet. Diese werden schon fortlaufen, wenn zweimal über sie hinweggeschossen wird. Die Truppe wird sich des guten Rufes des Deutschen Soldaten bewußt bleiben.

der Kommandeur
gez. v. Trotha, Generalleutnant.

Bild: Bundesarchiv, Bild 183-R27576 / Unknown / CC-BY-SA 3.0

Die Schlacht von Gaugamela – 331 v. Chr.

Am 1. Oktober 331 v. Chr. kam es zwischen Alexander dem Großen und dem persischen König Dareios III. zur Schlacht von Gaugamela. Sie war einer der entscheidenden Schlachten des Alexanderzuges und leitete das Ende des persischen Reiches ein. Alexanders Streitkräfte waren zahlenmäßig weit unterlegen. Jedoch verfügte sie über mehr Erfahrung und die bessere Organisationsstruktur. Das Heer des Dareios III. war aus dem ganzen Reich zusammengezogen wurden. Es war stark ethisch gemischt und zum größten Teil nicht ausgebildet. Ein großer Teil dieses gigantischen Heeres wurde während der Schlacht nicht eingesetzt, war jedoch an der Massenpanik am Ende der Schlacht beteiligt.

Im Laufe dieser Schlacht wurde das Zentrum des persischen Kampfverbandes schutzlos und Alexander nutzte diese Chance, um einen direkten Angriff auf Dareios zu beginnen. Als Dareios diese Gefahr erkannte, flüchtete er und nahm damit den Zusammenbuch des Zentrums seiner Streitkräfte in Kauf. Die Truppen von Alexander konnten das Basislager der Perser einnehmen und verfolgten den König vergeblich.

Durch seine Flucht in dieser entscheidenden Schlacht, verlor Dareios III. in den Augen vieler Anhänger seine Legitimität. Somit war der Untergang des persischen Reiches eingeleitet.

Giftgas in der Antike

Die chemische Kriegsführung ist kein modernes Phänomen. Bereits in der Antike wurden solche verheerenden Angriffe durchgeführt. Ein Beispiel beschreibt SPON. Als die Perser Dura Europos angriffen verwendeten sie ein schwefelhaltiges Gasgemisch, um ihre Feinde anzugreifen. In der aktuellen politischen Situation in Syrien spielen solche Ereignisse natürlich eine propagandistische Rolle. Auch auf diese Problematik wird im Artikel eingegangen.

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