KZ-Aufstand in Sobibor

Am 14. Oktober 1943 kam es zu einem Aufstand der Insassen des Vernichtungslagers Sobibor. Es war der größte Aufstand gegen den Nationalsozialismus, der je in einem Konzentrationslager stattgefunden hat. Ein neues Buch, dass am Ende des Artikels erwähnt wird, macht auf dieses fast vergessene Kapitel des jüdischen Widerstands im Dritten Reich aufmerksam.

Für die SS kam dieser Aufstand unerwartet. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass sich eine Gruppe von “Untermenschen” gegen ihr System auflehnen würde. Bei diesem Aufstand starben etliche KZ-Wächter und viele Häftlinge konnten fliehen. Die Verschwörer nutzten eine Schwäche ihrer Wächter. Sie machten sie auf scheinbare wertvolle Gegenstände aufmerksam, die es unter den Häftlingen geben sollte. Als die Habgier die SS-Wächter in die Falle trieb, wurden diese getötet. Anschließend wollten die Verschwörer andere Häftlinge zur Flucht ermuntern und damit eine Massenbewegung auslösen. So kam es denn auch. Viele konnten unter Maschinengewehrsalven fliehen. Circa 360 der über 500 Flüchtlinge schafften es aus dem Lager. 200 kamen zum Wald. 53 überlebten die nächsten Monate.

Die im Lager verbliebenen Juden wurden vollständig liquidiert. Sobibor wurde vollständig abgerissen. Über 400 Einsatzkräfte wurden eingesetzt, um die Flüchtlinge zu fassen.

KZ-Aufstand von Sobibor “Wir wollten wie Menschen sterben”

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