Die römische Kaiserzeit

Die Anfänge unter Augustus
Der noch sehr junge Octavian hatte zu Beginn seiner Herrschaft das Problem, wie er diese festigen und in welcher Form sie sich letztendlich etablieren könnte. Ein König war im damaligen Rom undenkbar und wurde vom Volk abgelehnt, auch die Übernahme eines Konsulats auf Lebenszeit wäre wegen des Senats gescheitert. Dies war jedoch nicht das einzige Problem, er musste das Reich nach außen absichern, sowie seine Nachfolge regeln.

Am 13. Januar 27 vor Christus wurde mit einem Staatsakt der römische Bürgerkrieg für endgültig beendet erklärt und die alte Republik vermeidlich wieder hergestellt. Octavian übertrug dem Senat alle seine Vollmachten über die Provinzen und bekam den Ehrennamen Augustus. Jedoch hatte sich das System gewandelt, Augustus wurde der erste römische Kaiser und führte die Herrschaftsstruktur des Prinzipats ein. Zuvor hatte er jedoch Unwürdige aus dem Senat entlassen und die Lücke mit ihm wohlgesonnenen Männern aufgefüllt. Er selbst bekam die Funktion des princeps senatus, also Erster des Senats (daher Prinzipat).

Am Tag nach dem Staatsakt übertrug der Senat Augustus wiederum die Vollmachten über die Hälfte der Provinzen. Dazu gehörten Spanien, Gallien, Syrien, Kilikien, Zypern und Ägypten, also jene Provinzen, in denen der Großteil der Legionen stationiert war. Der Senat hatte die Verantwortung für Makedonien, Dalmatien, Afrika und die restlichen Provinzen. Der junge Kaiser ernannte sogenannte Legaten, die ihn in den jeweiligen Provinzen vertreten sollten.

Octavian musste nun innenpolitisch geschickt agieren, um seine Ziele zu erreichen. Ihm standen durch die gewonnen Kriege und die neu eroberten Gebiete enorme finanzielle Mittel zur Verfügung, die ihm diese Aufgaben erleichterten. Er spielte diese Karte zu seinem Vorteil aus und unterstützte sein Volk und das Militär. Sehr viele Mittel flossen in Bauprojekte und das große Heer wurde demobilisiert. Die ehemaligen Soldaten bekamen Landbesitz in Südgallien, Südspanien, Makedonien, Griechenland, Kleinasien und Mauretanien zugeteilt. Octavian war patronus dieser Siedler und stand damit weiterhin in einem besonderen Verhältnis zu ihnen.

In den Jahren zwischen 27 – 23 vor Christus bekleidete Augustus das Konsulat und er vereinte in sich so viele Kompetenzen, sowie Ämter, dass oft von einem König ohne Titel gesprochen wird. Im Volk kam zudem ein Kult um seine Person auf, der die Menschen zusätzlich an ihn band.

Um das Jahr 23 vor Christus kam es zu einer Verschwörung im Umkreis des Augustus. Diese gesellschaftlichen und politischen Veränderungen wurden nicht von allen widerstandslos hingenommen, sondern einige Unzufriedene verbündeten sich. Als Augustus einen alten Freund vor Gericht verleugnete, musste dieser sein Konsulat niederlegen. Doch ließ er sich dafür zum Volkstribun auf 5 Jahre wählen und hatte damit viele weitere Kompetenzen erhalten. Er leitete nun Wahlversammlungen und konnte Gesetzesentwürfe ohne den Senat einbringen. Außerdem war er verantwortlich für die Volksversammlung. Um seine Position nun weiter zu stärken bekam er mehr Einfluss in den senatorischen Provinzen, damit es nicht wieder zu einer solch desaströsen Gerichtsverhandlung, wie 23 vor Christus kommen konnte. Bei dieser Gerichtsverhandlung ging es um einen nicht legitimen Krieg, den Augustus in senatorischen Landen führte. Zu allem Übel erkrankte Augustus schwer, jedoch konnte er wieder vollständig genesen.

Nach dem diese Periode der Schwierigkeiten überstanden war zog es den Monarchen in den Osten des Reiches. Dort führte er Verhandlungen mit den Parthern und konnte durch militärischen Druck die römischen Feldzeichen, die Crassus in seinem Feldzug verloren hatte, zurückgewinnen. Desweiteren durften auch die Kriegsgefangenen dieses unglücklichen Feldzuges zurück in ihre Heimat. Dieser diplomatische Erfolg steigerte natürlich das Selbstvertrauen der Römer, selbst die Niederlage gegen die Araber und der mäßige Erfolg gegen die Nubier vermochten diese Hochstimmung nicht zu drücken.

Im Jahr 19 vor Christus zeigte sich Augustus wieder in Rom, um gegen kleinere Unruhen vorzugehen. Das Konsulat wurde ihm dieses Jahr erneut übertragen und damit vereinte er nun alle wichtigen Kompetenzen in seiner Person. In Rom sorgte er für einen Ausbau der Infrastruktur, sowie die sichere Getreide- und Wasserversorgung. Seine Gesetzte orientierten sich jedoch an einer eher konservativen Linie, so erließ er neue Richtlinien in der Familien- und Sklavenpolitik.

Bemühungen im Reich
Augustus konnte auch innerhalb des gesamten Reiches viele Erfolge verzeichnen. Es gelang ihm Nordspanien endgültig zu befrieden und auch die Provinz Galatien (ehemaliger Klientelstaat) wurde dazugewonnen. Im Jahr 16 vor Christus brachte der Kaiser auch Ruhe in die gallischen Gebiete und schob die Grenze des Reichs bis an den Rhein vor. Das Alpengebiet konnte ebenfalls gesichert werden und seine Adoptivsöhne Drusus und Tiberius richteten hier die Donau als Grenze ein. Ab dem Jahr 12 vor Christus konnten die Römer sogar bis zur Elbe vordringen, doch war es ihnen nicht möglich ihre Herrschaft in diesem Teil dauerhaft einzurichten und der Aufbau einer Provinz Germania scheiterte. Der germanische Feldherr Arminius konnte 9 nach Christus in der Varusschlacht endgültig die Römer von der rechtsrheinischen Seite vertreiben. Die Italiener gingen nun dazu über ihren Besitz in Gallien vor den Germanen zu schützen und den Rhein als feste Grenze zu etablieren.

Durch diese Sicherung der Außengrenzen stellte sich beim Volk eine friedliche Stabilität ein und die Loyalität gegenüber Augustus wuchs zunehmend. Dadurch kam es auch in Kunst und Kultur zu einer Blütezeit. Die Literatur feierte die Werke von Horaz, Vergil und dem Historiker Livius.

Augustus und seine Nachfolge
Der Kaiser wurde älter und ihm oblag es einen würdigen und fähigen Nachfolger für sein Amt zu bestimmen. Dies sollte sich aber als eine schwierige Entscheidung herausstellen. Viele vorläufige Nachfolger mussten aus verschiedenen Gründen zurückgenommen werden und damit konnte sich sein Stiefsohn Tiberius immer weiter ins Zentrum rücken, bis er letztendlich adoptiert und damit der legitime Nachfolger wurde.

Als der große Kaiser Augustus 14 nach Christus verstarb kam Tiberius auf den Thron und musste ab nun die Geschicke dieses mächtigen Reiches lenken.

Die julisch – claudische Dynastie
Tiberius
Tiberius war der Erbe des Augustus, der 14 nach Christus verstarb. Sein großer Vorgänger hinterließ ihm ein riesiges Vermögen, viele Klientelbeziehungen und etliche Ämter. In verschiedenen Kämpfen konnte Tiberius sich als erfolgreicher Feldherr beweisen und das Volk, sowie der Senat standen hinter ihm. Trotz dieser guten Startbedingungen hatte der neue Kaiser einige Schwierigkeiten. Er verfügte nicht über die Autorität und das politische Geschick, das seinen Vorgänger auszeichnete. So begannen sich im Reich die Probleme zu häufen: Krisen an Rhein und im Orient, finanzielle Engpässe, Aufstände, et cetera.

Um 15 nach Christus begann Germanicus, ein Neffe des Tiberius, einen weiteren Feldzug gegen die Germanen, doch nachdem sich herausstelle, dass dieser Krieg die Ressourcen zu stark belastete, wurde der Kriegsherr abberufen. Germanicus war der ausgesuchte Nachfolger auf den Kaiserthron, doch starb er 19 nach Christus.

Damit war die Frage nach einem würdigen Erben wieder offen und es kam zu Streitigkeiten innerhalb der Herrscherfamilie. In Rom kam es zur selben Zeit ebenfalls zu Konflikten mit den konkurrierenden politischen Kräften. Der Kaiser zog es in dieser Situation vor die Stadt zu verlassen und eine Weile auf der Insel Capri zu verweilen. Die politische Gewalt in der Hauptstadt übertrug er seinem Statthalter Seianus. Dieser nutzte seine zentrale Position aus und versuchte immer mehr Macht an sich zu reißen. Als er es auf den Kaiserthron abgesehen hatte, ließ ihn Tiberius 31 nach Christus hinrichten. Der neue Kommandeur der Praetorianergarde wurde Neavius Sutorius Marco und damit der neue starke Mann an der Seite des Kaisers.

Caligula
Tiberius starb 37. vor Christus und hinterließ einen sehr umfangreichen Staatsschatz, aber keinen Nachfolger. Im Testament wird Tiberius Gemellus als Erbe genannt, doch wurde dieser von Caligula zuerst adoptiert und dann ermordet. Caligula konnte sich dank dem Senat und Marco als neuer Kaiser durchsetzten, indem er sich das Vermögen des Tiberius überschreiben ließ.

Im Umfeld des Kaisers kam es zu einer Verschwörung, der seine Schwestern und ein ehemaliger Schwager angehörten. Doch der Kaiser erkannte diese Bedrohung schon sehr früh und konnte reagieren. Seine Schwestern ließ er verbannen und die männlichen Verschwörer hinrichten.

Claigula war ein Machtmensch par exellence und steigerte damit die Unzufriedenheit. Kurz darauf geriet er mit dem Senat in einen Zwist, auch weil er militärisch wenig erfolgreich war. Im Januar 41 nach Christus wurde Caligula durch die Praetorianergarde ermordet.

Claudius
Nach dem sie den alten Kaiser ermodet hatten entführten die Praetorianer Claudius, ein Onkel des Caligula, und ernannten diesen zum neuen Kaiser. Der Senat versuchte noch gegen diese Entscheidung zu intervenieren, doch musste er sie später respektieren.

Claudius war leicht körperlich und geistig behindert, doch hatte er einen scharfen Verstand und machte in den folgenden Jahren eine kluge Politik. Er führte eine sichere Getreideversorgung ein und baute viele Aquädukte, sowie einen Hafen am Tiber. Aber auch im militärischen Bereich wollte sich Claudius einen Namen machen und konnte sogar die britische Insel bis zum schottischen Hochland besetzten. Diese Eroberung erwies sich als eine große materielle und personelle Last, die jedoch aus Prestige lange gehalten wurde.

Im nächsten Umkreis um den Kaiser gab es jedoch Probleme, seine Frau Valeria Messalina, die er 38 nach Christus heiratete, nutzte ihre Macht gegen ihren Gatten. Nachdem die Kaiserrin ihre Machenschaften stark übertrieben hatte, fürchtete der von Paranoia geplagte Claudius einen Putsch und ließ sie von der Praetorianergarde ermorden.

Wenige Jahre später heiratete der Kaiser erneut, er ehelichte 49 vor Christus seine Nichte Agrippina Minor, die Tochter des Germanicus. Die neue Gemahlin hatte einen Sohn aus einer früheren Ehe mit Gnaeus Domitius Ahenobarbus – er hieß Nero. Ihre Bemühungen wurden stets von ihrem Wunsch angetrieben, ihren Sohn auf den Kaiserthron zu bringen. Sie ließ Claudius Nero adoptieren und ihn mit der Tochter des Kaisers vermählen. Als Claudius nun diesen Plan durchschaute vergiftete sie ihn und ihr Sohn wurde nun offiziell als Kaiser eingesetzt, da der leibliche Sohn des Herrschers, Britannicus, zu jung war.

Nero
Die ersten Jahre seiner Regierungszeit wurden von Neros Muttter, dem Philosophen Seneca und dem Praetorianerprefekten Burrus bestimmt. Der junge Kaiser war kein begabter Staatsmann, sondern widmete sich eher den künstlerischen Feldern, wie Musik und Theater.

Gegen Menschen, die ihm seine Macht streitig machen konnten, ging er jedoch sehr hart vor. Im Jahre 55 nach Christus ließ er vermutlich seinen Stiefbruder Britannicus ermorden, 59 nach Christus wurde seine Mutter umgebracht und 62 vor Christus wurde seine ungeliebte Ehefrau aus dem Weg geräumt.

In der Nacht vom 18. auf 19. Juli 64 nach Christus kam es in Rom zu einer Brandkatastrophe, in der innerhalb von neun Tagen über die Hälfte der Stadt zerstört wurden. Schon in der Antike kamen die ersten Gerüchte auf, dass Nero diesen Brand selbst gelegt haben soll, damit er auf den Ruinen ein schöneres Rom aufbauen könne. Diese weit verbreitet Anschuldigung ist bis heute nicht eindeutig bewiesen.

Als sicher gilt jedoch, dass Nero die Minderheit der Christen für dieses Unglück verantwortlich machte und danach die erste Christenverfolgung in Rom einleitete. Viele Angehörige dieser Religion wurden verhaftet und zu grausamen Todesstrafen verurteilt.

Nach diesen Ereignissen kam es zu einer Verschwörung gegen den Herrscher um den Senator Calpurnius Diso, die frühzeitig aufgedeckt werden konnte und die Verantwortlichen hingerichtet wurden.

Die Außenpolitik verfolgte der Kaiser eher mit Desinteresse und überließ diese gerne den Feldherren. Bei einem Aufstand in Britannien, Gallien (gegen Vindex 68 vor Christus), Spanien (Galba) und einer Krise in Armenien (gegen die Parther 63 vor Christus) wurden die Ressourcen des Reiches sehr stark beansprucht. In Judäa kam es ebenfalls zu einem Aufstand, den der spätere Kaiser Vespasian unter Kontrolle bringen konnte.

Das Ende der Regierungszeit des Neros begann mit seiner Reise nach Griechenland in den Jahren 66 – 68 nach Christus, bei der er die Politik in Rom sehr stark vernachlässigte. Als er dann im Januar 68 nach Christus nach Rom zurückkehrte, hielt er sich dennoch von der Politik fern und schenkte lieber seinen Interessen Aufmerksamkeit. Adlige, Senat und Praetorianer stellten sich gegen den König und die Armee revoltierte ebenfalls. Nero floh aus der Stadt und beging wenig später Selbstmord.

Damit war das Ende der julisch-claudischen Dynastie erreicht, doch das Römische Reich konnte diesen Rückschlag sehr gut verschmerzen und eine neue Zeit konnte beginnen.

Die flavische Dynastie
Der erste Kaiser der flavischen Dynastie war Vespasianus, der sich sofort nach seinem Amtsantritt daran begab, den lädierten Staat wieder in Ordnung zu bringen. Zuerst musste er die unruhigen Zonen Gallien und Judäa im Reich wieder unter Kontrolle bringen, desweiteren waren große Anstrengungen nötig, damit der neue Kaiser von allen anerkannt wurde. Vespasianus ging hier sehr geschickt vor. Zum einen propagierte er sich als ein Kaiser, der sich den Bürgern sehr nahe fühlte und zum anderen versuchte er an seine erfolgreichen Vorgänger anzuknüpfen. Letztendlich ließ er sich auch als ein Mann darstellen, den die Götter auserkoren hatten, um das Reich zu führen.

Um seine Macht im Zentrum zu sichern, verschaffte er vielen loyalen Gefolgsmännern einen Sitz im Senat. Viele unpopuläre Entscheidungen seines direkten Vorgängers wurden zurückgenommen und der Staatshaushalt wurde durch eine kluge Finanzpolitik saniert. Der Höhepunkt dieser Erneuerung war die Sanierung des Iupitertempels auf dem Kapitol.

Sehr geschickt ging er auch bei der Besetzung von wichtigen Stellen vor. So wurden die Konsulate an Familienmitglieder vergeben und der Praetorianerprefekt wurde sein ältester Sohn. Vespasianus betrieb die ganze Zeit eine Politik der Machtsicherung.

Sein Sohn Titus war 70 nach Christus der Belagerer der Stadt Jerusalem, deren Tempel anschließend von den Römern zerstört wurde. Als er 71 nach Christus nach Rom zurückkehrte, feierte er einen großen Triumph. Sein Vater baute schon jetzt seinen Sohn als seinen Nachfolger auf und unterstützte ihn mit allen Mitteln.

So war Titus gut gerüstet, als sein Vater am 24. Juni 79 nach Christus starb und er das Amt des Kaisers antreten durfte. Viele hatten Angst vor dem neuen Kaiser und fürchteten das Schlimmste. Doch dies sollte nicht eintreten, Titus herrschte sehr weise und war bald als ein milder Monarch bekannt. Nur kurz nach dem Amtsantritt sollte sich eine Katastrophe ereignen, die seine gesamte Amtszeit überschattete – der Ausbruch des Vesuv am 24. August 79 nach Christus. Der Kaiser stellte sofort Hilfe bereit, wie auch wenig später bei einer Seuche.

Seine Bautätigkeiten (Titusbogen, Kolosseum) waren ebenfalls sehr weit ausgedehnt, hauptsächlich weil er auf einen großen Staatsschatz zurückgreifen konnte.

Nur 26 Monate nach Regierungsantritt verstarb Titus am 13. September 81 nach Christus. Schon zuvor hatte er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Sein Bruder Domitian wurde nun neuer Kaiser und erwies vor allem zu Beginn als ein fähiger Staatsmann, der die Verwaltung verbesserte, die Finanzen in Ordnung brachte und einige Bauprojekte führte. Doch dauerte es nicht allzu lange, bis er sich mit dem Senat verstritt. Dies beruhte vor allem darauf, dass er sehr autokratisch herrschte und den Senat nicht mit einbezog.

Militärisch ging er gegen die Chatten am Rhein vor, doch musste er diesen Feldzug abbrechen, weil die Truppen an der Donau benötigt wurden. Er versuchte nun seine Grenzen zu sichern und stellte dazu weitere Eroberungen in Germanien ein. Ein Putschversuch des obergermanischen Statthalters Saturnius konnte sehr rasch abgewendet werden. Doch steigerte dieser Vorfall die Angst des Monarchen vor Attentaten. Am 18. September 96 nach Christus viel Domitin dann tatsächlich einem Anschlag des Senats zum Opfer. Sein Nachfolger wurde der Senator Nerva.

Die Adoptivkaiser (Antonine)
Der Senator Nerva war der direkte Nachfolger des Domitian, doch hatte der Neue zu Beginn einige Probleme sich in das System einzufügen, da sein Vorgänger recht beliebt war. Die Praetorianer verlangten nun, dass Nerva den spanischen Offizier Ulpius Traianus adoptiert. Damit war der Grundstein für die Dynastie der Adoptivkaiser gelegt.

Sein Adoptivsohn Trajan übernahm dann im Januar 98 vor Christus die Kaiserwürde. Im Gegensatz zu Domitian bemühte sich Trajan enger mit dem Senat zusammen zu arbeiten, um damit das innere politische System zu stabilisieren.

Im Zentrum seiner frühen Außenpolitik lag Drakien, das nach und nach eine ernste Bedrohung darstellte. Um die Donaugrenze zu sichern entschloss sich Trajan zu einem Krieg gegen das Reich des Decebalus. In den beiden drakischen Kriegen (101/102 & 105/106 nach Christus) wurde dieser Landstrich vollständig erobert und zu einer Provinz des Reiches gemacht. Dieser Schritt bedeutete nicht nur eine Vergrößerung des Reichs, sondern spülte auch enorme finanzielle Mittel in die Staatskassen. Dieses Geld verwendete der Kaiser zur Finanzierung von großen Bauprojekten, wie zum Beispiel dem Trajanshafen bei Ostia, dem Forum Traiani in Rom oder der Trajanssäule. Im Osten wurde ebenfalls 106 nach Christus die Provinz Arabia eingerichtet.

Im Jahre 114 nach Christus entzündete sich wegen Armenien ein Krieg gegen die Parther. Noch im selben Jahr wurde die Provinz Armenia eingerichtet und gegen Ende des Jahres begann man mit dem Angriff auf das Partherreich. Nur zwei Jahre später konnte die Hauptstadt erobert werden, doch musste man sich wegen einer Offensive der Parther und Aufständen in Zypern, Ägypten und in Cyrene (heute im Libanon) zurückziehen. In dieser Zeit gab es viele römische Opfer zu beklagen und in der Heimat wurde man zunehmend unzufriedener. Also übergab Trajan das Kommando in Syrien an Hadrian und kehrte zurück in den Westen.

Als der Kaiser im August 117 nach Christus verstarb adoptierte er noch auf dem Sterbebett Hadrian und hinterließ ihm ein umfangreiches, aber auch schweres Erbe.

Als Hadrian nun sein Amt antrat, geriet er gleich in Konflikt mit dem Senat, der ihm seine Aufgaben von nun an nicht gerade leicht machte. Im ganzen Reich gab es Probleme, die dringend beseitigt werden mussten. In Ägypten, Zypern und der Cyrenaica tobten weiterhin Aufstände, die blutig niedergeschlagen wurden. An der Ost- und Donaugrenze gab es Krisen, die auf eine Lösung warteten. Hadrian erachtete es als das Beste sich aus dem Gebiet zwischen den Karparthen und der Donau zurückzuziehen und die neuen Provinzen aufzugeben, bzw. sie in Klientelstaaten umzuwandeln. Diese Pläne waren in Rom nicht gerade populär, mehr noch, sie stießen auf Abneigung. Der Kaiser war stets in seinem Reich unterwegs und widmete sich vielen großen Bauprojekten, er gründete Städte und förderte die wirtschaftliche Entwicklung.

In Jerusalem kam es zwischen 132 – 135 nach Christus zum großen jüdischen Aufstand unter Bar Kochba, der von den Römern blutig niedergeschlagen wurde und beiden Seiten große Verluste einbrachte. Daraufhin wurde die Provinz Palaestina eingerichtet und Jerusalem wurde für die Juden gesperrt.

Nach langem hin und her adoptierte Hadrian im Februar 138 nach Christus Antonius Pius, unter der Auflage, dass dieser Marc Aurel (den späteren Kaiser) adoptierte. Damit war die Nachfolge auch für die nächste Generation gesichert. Im selben Jahr konnte der neue Kaiser sein Amt antreten und ihm wurde eine ruhige, friedliche und wenig auffällige Zeit (138 – 161 nach Christus) geschenkt. Seine Amtszeit bestand hauptsächlich aus Genzsicherungsmaßnahmen und dem Ausbau von Befestigungen.

Ab 161 nach Christus konnte Marc Aurel zusammen mit dem ebenfalls adoptierten Lucius Verus das Kaiseramt antreten. Als 169 nach Christus sein Mitregent verstarb war er alleiniger Herrscher. Schon kurz nach dem Amtsantritt musste sich der Kaiser beweisen, das Reich wurde in relativ kurzer Zeit an mehreren Fronten unter Druck gesetzt.

Im Jahre 162 nach Christus kam es in Armenien zu einer neuen Krise, die ein Jahr später den Angriff der Parther nach sich zog. Ein Jahr später (164 vor Christus) konnten die Römer Armenien wieder zurückerobern. Weiter im Norden übten germanische Stämme Druck auf die Donaugrenze aus und beanspruchten neuen Siedlungsraum. Man konnte die Germanen lange mit Verhandlungen hinhalten, bis endlich die Truppen aus dem Osten an Ort und Stelle waren (166 nach Christus), doch brachten diese eine schwere Seuche mit, die viele Opfer forderte.

Kurze Zeit später, 169 nach Christus, wagten die Römer einen Präventivschlag gegen die Stämme an der Donaugrenze, der jedoch wegen dem Tod des Feldherren und Mitregenten Lucius Verus abgebrochen werden musste.

Im Frühjahr 170 vor Christus überschritten die Markomannen die Donaugrenze und brachten den römischen Truppen eine verlustreiche Niederlage bei. Da die Grenze nun durchbrochen war, konnte man den Eindringlingen nur wenig Widerstand entgegensetzten und auch andere germanische Stämme nutzten ihre Chance. Seit sehr langer Zeit war nun Italien wieder bedroht und den Quaden gelang es in Oberitalien einzudringen. Die Kostoboken konnten sogar bis nach Griechenland vordringen. Es erforderte einen enormen Kraftaufwand die Eindringlinge aus dem römischen Gebiet zu entfernen und die Grenzen erneut zu sichern, doch zwischen 172 – 175 nach Christus hatte sich der Kaiser dieser Aufgabe verschrieben und konnte sie auch erfolgreich meistern. An anderer Stelle kam es ebenfalls zu einem Einfall, der viel Kraft kostete – die maurischen Stämme in Baetica.

Aber auch im Inneren gab es einige erwähnenswerte Ereignisse: In den Jahren 166 – 168 und 177 nach Christus kam es erneut zu schweren Christenverfolgungen. In der Innenpolitik bemühte Marc Aurel sich für die Schwachen (Frauen, Kinder, Sklaven, et cetera) einzusetzen.

Im Frühjahr 180 nach Christus starb der Kaiser und sein Sohn Commodus übernahm die Regierungsgeschäfte. Der neue Kaiser zog sich nach Rom zurück und zeigte sich an der Politik wenig interessiert, er überließ sie hauptsächlich seinen Gefolgschaften. Der Senat und die Öffentlichkeit waren gegen diese Herrscher und hatte Angst einen zweiten Nero ertragen zu müssen, da auch Commodus einen Hang zum Wahnsinn hatte. Am 31. Dezember 192 nach Christus wurde der letzte Adoptivkaiser (obwohl ein leibliche Sohn des Marc Aurel zählt er zu den Antoninen) entmachtet und ermordet.

Das Fünfkaiserjahr 193 nach Christus (oft auch 2. Vierkaiserjahr oder Sechskaiserjahr)
Nachdem Commodus von den Praetorianern ermordet wurde, setzte sich der Senat zusammen und bestimmte Helvius Pertinax zum neuen Oberhaupt. In der Führungsschicht wurde er zunächst anerkannt, doch er wollte einen rigorosen Sparkurs durchziehen, was ihm die Feindschaft der Praetorianer einbrachte. Zwar wurde er in den Provinzen akzeptiert, doch die Soldaten stellten sich nicht hinter ihn. Letztendlich konnte er sich nur bis März halten – er wurde von den Praetorianern ermordet.

Die Praetorianer verkauften das Amt des Kaisers an den Höchstbietenden und bestimmten den Senator Didius Julianus zum Nachfolger. In den Provinzen konnte er sein Herrschaftsanspruch nicht durchsetzten und in einigen Provinzen wurden die jeweiligen Statthalter zu Kaisern ausgerufen. In Syrien stand der Kommandeur der drei Legionen Pescennius Niger, der in den östlichen Provinzen anerkannt wurde. Auf der anderen Seite stand der Statthalter von Pannonia superior Septimius Severus, der ebenfalls drei Legionen befehligte und auf die restlichen 13 Legionen an Rhein und Donau bauen konnte. Clodius Albinus in Britannien hatte selbst Ambitionen auf den Kaiserthron zu gelangen, doch schloss er sich Severus an und wurde dessen Nachfolger.

Severus und Albinus maschierten nun gemeinsam gegen Rom und Julianus versuchte die Stadt zu verteidigen, doch der Senat und die Praetorianer hatten sich nun gegen ihn gestellt. Im Juni wurde Julianus abgesetzt und Severus zum neuen Kaiser ernannt. Daraufhin wurde der alte Kaiser im Auftrag des Senats ermordet.

Als Severus in Rom ankam, setzte er die Praetorianergarde ab und ersetzte sie durch loyale Truppen. Dem Senat versicherte er stärker mit ihnen zusammenzuarbeiten und schon kurz darauf zog er gen Osten, um seinen Konkurrenten Niger zu beseitigen.

In zwei großen Schlachten bei Kyzikos und Nikaia konnte Severus ganz Kleinasien erobern. Nachdem er dann im Frühjahr 194 nach Christus das Taurosgebirge überschritten hatte, traf er bei Issos auf seinen Gegner, der in dieser Schlacht sein Leben verlor. Nun war Septimius Severus der alleinige Kaiser und Begründer einer neuen Dynastie.

Die severische Dynastie
Nach dem Sieg über Niger flohen viele seiner Anhänger zu den Parthern, die sie schon vorher unterstützt hatten. Damit war klar, wohin Severus erster Feldzug führen sollte – der erste Partherkrieg begann im Herbst 194 als der Kaiser das Königreich Osrhoene seinem Großreich einverleibte. Es entstanden die beiden Provinzen Osrhoene und Mesopotamia. Zurück in Rom betrieb Severus eine geschickte Politik, um sich als legitimer Nachfolger darzustellen. Es wurde behauptet, dass er von seinem Vorvorgänger Marc Aurel adoptiert wurde. Außerdem versuchte er seinen eigenen Sohn als Nachfolger zu etablieren. Sein früherer Partner Albinus sah dies nicht sehr gerne und zog nach Gallien, daraufhin setzte Severus seine Truppen im Osten in Bewegung, um sich ihm in Gallien entgegenzustellen. Im Jahre 197 nach Christus kam es zu einer großen Schlacht bei Lugdunum, die der Kaiser für sich entscheiden konnte. Gleich nach seinem Sieg musste Severus seine Truppen wieder in den Osten verlegen, da die Parther erneut Druck ausübten. Es kam zum zweiten Partherkrieg, bei dem Severus ebenfalls im Jahre 197 nach Christus die Hauptstadt Ktesiphon der Parther erobern konnte. Dieser Sieg des Kaisers erfuhr beim Volk natürlich eine große Anerkennung. Desweiteren zog er einige politische Veränderungen nach sich, als Severus die beiden Provinzen Osrhoene und Mesopotamia neu ordnete.

Nach diesen Ereignissen kehrte er 205 nach Christus nach Rom zurück. Schon kurze Zeit später musste er erneut zu einem Feldzug aufbrechen, und zwar an der Nordgrenze des Reiches in Britannien. Angeführt wurde dieser Feldzug von Caracalla, dem Sohn des Kaisers, während sein anderer Sohn Geta und er in York verblieben. 211 nach Christus verstarb Severus und seine beiden Söhne traten die Nachfolge an. Die beiden Brüder beendeten den Feldzug und es kam zu Spannungen zwischen ihnen, im Dezember desselben Jahres konnte Caracalla seinen Bruder in einen Hinterhalt locken und ermorden.

In der Innenpolitik wird Caracalla heute mit zwei sehr wichtigen Neuerungen in Verbindung gebracht. Zum einen den Bau der Caracalla-Thermen und der Verleihung des römischen Bürgerrechts an alle freien Menschen im Reich. Feldzüge führte er gegen germanische Stämme (213 nach Christus) und im Osten (214 nach Christus). Am 8. April 217 fiel der Kaiser einer Intrige, vorbereitet von Macrinus dem Praetorianerpräfekten, zum Opfer.

Macrinus selbst wurde dann sein Nachfolger und hatte gleich mit der sehr desolaten Haushaltslage zu kämpfen. In der Außenpolitik musste er eine schwere Niederlage gegen die Parther in Kauf nehmen.

An einer anderen Stelle baute sich allerdings ein viel größeres Problem auf. Die Verwandten von Caracalla in Syrien standen unter der Führung von Julia Maesa, die ihre eigenen Kinder auf den Thron bringen wollte. Im Jahre 218 nach Christus wurde der 14jährige Sohn der Maesa, Julius Bassianus zum Gegenkaiser ausgerufen. Da der neue Kaiser beim Heer recht unbeliebt war und nach einem Gerücht der junge Bassianus ein Sohn des Caracalla sein sollte, schlossen sich viele Truppen Bassianus an. Bei Antiocheia kam es am 8. Juni 218 nach Christus zur Entscheidungsschlacht. Macrinus unterlag und wurde einige Zeit später ermordet.

Bassianus, der ein Priester des Elagabales war, nahm dessen Namen an und nannte sich fortan so. Er zog daraufhin nach Rom und versuchte dort seine Religion zu etablieren, die politischen Geschäften überließ er anderen. Diese Einstellung rief natürlich bei den Praetorianern heftigen Widerstand hervor, worauf der Kaiser seinen Cousin Severus Alexander zum Mitregent ernennen musste. Es wurde bei Severus Alexander ebenfalls das Gerücht gestreut, dass er ein Sohn des Caracall sei. Der entscheidende Aspekt war nun, dass der Mitregent die Praetorianer auf seiner Seite hatte, so wurde Elagabal im März 222 nach Christus ermordet.

Severus Alexander war nun neuer Herrscher, doch wurde die Politik von seiner Mutter gestaltet. Die Soldaten gingen politisch ebenfalls eigene Wege und in der Außenpolitik wurde zu zögerlich reagiert, so dass es zu schweren Problemen an Rhein und Donau, sowie im Osten kam. Im Jahre 235 nach Christus kam es dann zu einem Soldatenaufstand in der Nähe von Mainz, bei dem der Kaiser und seine Mutter ermordet wurden.

Die Soldatenkaiser und Reichskrise
Nachdem bei einem Aufstand von Soldaten der Kaiser Severus Alexander ermordet wurde, riefen die Truppen Maximinus Thrax als Nachfolger aus – er war der erste Soldatenkaiser. Diese Epoche zeichnet sich durch sehr viele Kaiser in sehr kurzer Zeit aus. Meist starben die Herrscher keinen natürlichen Tod, sondern wurden ermordet. Im Allgemeinen fand ein wirtschaftlicher Niedergang statt und die Grenzen standen unter besonderem Druck. Die Kaiser dieser Zeit rekrutierten sich im Normalfall aus dem Soldatenstand und leisteten sich viele politische Fehlentscheidungen.

Maximinus Tharx wurde vom Senat weitestgehend abgelehnt und schon im Winter 238 etablierten sich zwei Gegenkaiser in Afrika – Gordianus I. und sein Sohn Gordianus II. Beide wurden jedoch relativ schnell ermordet. Kurz darauf ließen sich die Senatoren Pupienus und Balbinus ebenfalls zu Kaisern ernennen und stellten den minderjährigen Gordianus III. als Mitregent auf.

Um dieser Entwicklung entgegen zu treten zog Maximinus nach Italien, doch wurde er auf dem Weg dorthin von unzufriedenen Soldaten ermordet und auch die beiden Kaiser in Rom wurden Opfer von Soldatenrevolten. Damit war Gordianus III. alleiniger Herrscher, der wegen seiner Unmündigkeit von seinem Schwiegervater vertreten wurde. Ab 241 nach Christus kam es zu schweren Konflikten an der Ostgrenze, denen der junge Kaiser und sein Schwiegervater zum Opfer fielen.

Der Nachfolger wurde der zweite Praetorianerpraefekt Philippus Arabs, der das Reich zwischen 244 und 249 nach Christus führen konnte. Er beendete den Krieg im Osten und konnte die Donaugrenze sichern. Am 21. April 247 nach Christus wurde in Rom die Tausendjahrfeier der Stadt abgehalten.

Im Jahre 249 nach Christus ermordete der Offizier Traianus Decius den Kaiser und riss die Macht an sich. Er führte kurz darauf einen Krieg gegen die Goten, den er nicht überlebte (251 nach Christus). Gallus, der Statthalter von Moesia superior, ließ sich nun zum Kaiser ausrufen, jedoch wurde er einige Zeit später von seinen eigenen Soldaten ermordet. Nach einigen Wirren konnte sich Valerianus durchsetzten und ernannte seinen Sohn Gallienus zum Mitregent. Während der Kaiser in den Osten zog, um die Grenzen zu sichern, verblieb sein Sohn am Rhein. Hier musste er sich gegen die Franken und die Alamannen durchsetzten, die nun ebenfalls Druck ausübten. Durch die vielen Angriffe von Außen, sowie von Innen, war das Militär überlastet und ein neuer Tiefpunkt wurde erreicht, als der Kaiser im Osten von den Persern gefangen genommen wurde.

Dies führte zum Verlust der Stabilität im Osten und viele Ursupatoren sahen ihre Chance. Ein Beispiel ist das Reich Palmyra, das durch seine Königin Zenobia bekannt wurde. Im Westen zeichnete sich eine ähnliche Entwicklung ab. Einige Provinzen (Germanien, Gallien, Britannien, ein Teil Spaniens & Raetiens) spalteten sich ab 260 nach Christus unter Postumus ab.

Um 268 nach Christus kam es zu einer weiteren Katastrophe, einige verschiedene Völker konnten die Grenze durchbrechen und sogar bis nach Griechenland vordringen, ohne dass man ihnen eine Verteidigung gegenüberstellen konnte. Gallienus wurde von seinen Soldaten ermordet.

Sein direkter Nachfolger war der illyrische Offizier Claudius Gothicus, der Gegen die Goten einen wichtigen Sieg erringen konnte. Diese wurden zusätzlich durch Seuchen und Hungersnöte geschwächt. Auch der Kaiser viel 270 nach Christus einer dieser Seuchen zum Opfer.

Arelianus wurde sein Nachfolger und schaffte es in den fünf Jahren seiner Regentschaft die restlichen Germanen aus dem Reich herauszudrängen, oder sie zu integrieren. Er zog auch gegen das geschwächte Gallien und gegen Palmyra, die beide wieder dem Reich einverleibt werden konnten. In Rom bemühte er sich um eine Sicherungspolitik, so wurde Rom zum ersten Mal seit republikanischen Zeiten wieder gegen einen Angriff von Außen gerüstet und die Versorgung reformiert. Sein Thronfolger Probus, ebenfalls Illyrer, bemühte sich das gesamte Reich neu zu organisieren und wurde 282 nach Christus von den eigenen Soldaten ermordet. Der Praetorianerpraefekt Carus wurde nun zum Kaiser ernannt und zog im folgenden Jahr gen Osten, doch der Feldzug musste nach dem Tod des Kaisers abgebrochen werden.

Am 20. November 284 nach Christus wurde der Offizier Diokles (Diocletianus) neuer Kaiser. Er war ebenfalls Illyrer und konnte sich gegen den Sohn des Carus durchsetzten. Damit war er nun Alleinherrscher und leitete eine neue Epoche ein – die Spätantike.